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Ruheort auch für die Lebenden

Sehenswert ist die Allee aus Weihrauchzedern auf dem Bonner Südfriedhof. Foto: Lüttgen

Eine junge Mutter hat es sich auf einer Sitzbank bequem gemacht und lässt mit einer Hand den vor ihr geparkten Kinderwagen sanft auf- und abwippen. Drei ältere Damen haben für die Pause bei ihrer nachmittäglichen Runde ebenfalls ein Plätzchen eingenommen. Und ein Mann, der die Ärmel seines Hemdes akkurat bis zu den Ellbogen hochgekrempelt hat, beißt genüsslich in einen Apfel – den Blick auf ein Eichhörnchen gerichtet, das auf dem Weg hektisch von einer Buchecker zur nächsten huscht.

Ein ganz normaler Nachmittag auf dem Bonner Nordfriedhof, der zeigt, dass Friedhöfe längst nicht mehr „nur“ letzte Ruhestätte für die Toten sind. Vielmehr dienen sie häufig auch als grüne Oasen, in denen Menschen Ruhe und Erholung finden. Nicht selten handelt es sich gar um gewachsene Biotope, die über eine reiche Fauna und Flora verfügen. Zahlreiche Beispiele sind sowohl in Bonn als auch in der Region zu finden. Denn mit insgesamt 40 Begräbnisstätten, die eine Gesamtfläche von rund 1,2 Millionen Quadratmetern umfassen, unterhält die Bundesstadt eine im Verhältnis zur Stadtgröße in Deutschland nahezu einmalige Friedhofskultur. Und mit insgesamt 155 Friedhöfen ist auch im Rhein-Sieg-Kreis eine „bunte“ Friedhofslandschaft anzutreffen.

Der nur drei Hektar große „Alte Friedhof“ etwa gilt nicht nur als eines der wichtigsten Kulturdenkmäler Bonns, sondern bildet auch die zweitgrößte Grünanlage der Innenstadt, die sowohl für Stadtbewohner als auch für Pflanzen und Tiere ein bedeutendes Refugium darstellt. Gleiches gilt für die beiden größten Anlagen der Stadt, den Nord- und Südfriedhof. Durch ihre parkähnliche Gestaltung sind sie bei Mensch und Tier gleichermaßen beliebt. Sehenswert ist etwa die Allee aus Weihrauchzedern auf dem Südfriedhof, die noch aus der Gründungszeit des Friedhofes um 1912 stammt.

Gar 140 Jahre alt sind die prächtigen Platanen- und Eichenalleen, die dem Nordfriedhof ihr besonderes Gepräge geben. An ihnen wurden auch einige der gut 100 von Helfern des NABU Bonn betreuten Nistkästen befestigt, in denen sich Kleiber, Grauschnäpper und Baumläufer sowie Blau- und Kohlmeisen häuslich eingerichtet haben. In dem alten Baumbestand fühlt sich seit Jahren zudem eine Kolonie von Halsbandsittichen zu Hause. Ebenso vielfältig, aber meist weniger willkommen sind andere Tierarten, die sich auf den Friedhöfen tummeln. Kaninchen, Eichhörnchen und Marder fühlen sich dort ebenso wohl wie Wühlmäuse und Maulwürfe. „Die machen keinen Unterschied zwischen Grünflächen und Grabstätten“, weiß Ulf Rüffer vom Bonner Amt für Stadtgrün nur zu gut.

Während die kleinen Nager, Wühler und Kaninchen massive Schäden auf den Grabstätten anrichten, sind Wildschweine und Dachse berühmt-berüchtigt für ihr brachiales Vorgehen. Mit Grausen erinnert sich Rüffer daran, als vor zwei Jahren auf dem Friedhof in Küdinghoven eine Rotte Schwarzkittel auf der Suche nach Nahrung 60 bis 70 Gräber verwüstet hat. Oder an Dachse, die beim Wühlen immer wieder Knochen Verstorbener ans Tageslicht befördern. Um diesem Treiben ein Ende zu bereiten, müssen sich hin und wieder sogar Stadtförster und Jagdpächter des Problems annehmen.

Während es sich bei Wildschwein & Co um ungebetene Gäste handelt, sind andere Tiere durchaus willkommen. Platz ist reichlich vorhanden. Denn der stetig wachsende Anteil an Urnenbestattungen sorgt auch auf Bonner Anlagen für immer mehr Freiflächen, auf denen Fauna und Flora geradezu paradiesische Verhältnisse vorfinden. „Als naturnahe Flächen entwickeln sie sich mitunter zu Kleinstbiotopen, in denen sich Insekten ebenso wohlfühlen wie Amphibien und Kleinsäuger“, erklärt Ulf Rüffer das Konzept „grüner“ Friedhöfe, auf denen Menschen Ruhe und Entspannung finden, während sie gleichzeitig wichtige ökologische Funktionen für die Tier- und Pflanzenwelt erfüllen. (ln)



Für ein würdiges Gedenken

Immer mehr Menschen kümmern sich um eine Dauergrabpflege-Vereinbarung. Foto: TMN

Die Grabstätte eines Menschen ist immer mehr als nur ein reiner Begräbnisplatz. Seit Urzeiten sind die Begräbnisplätze den Menschen aller Kulturen heilige Orte. Es ist ein ganz normales menschliches Bedürfnis von Zeit zu Zeit diesen Platz zu besuchen, um im Gedenken an den Verstorbenen mit diesem zu kommunizieren. Dieses Bedürfnis ist tief in uns verwurzelt und ganz wichtig für die Trauerbewältigung.

Für die meisten Hinterbliebenen ist es sehr wichtig, dass ihre verstorbenen Angehörigen in einer gepflegten Grabstätte ihre letzte Ruhe finden. So sind unsere Friedhöfe entstanden, auf denen man die Gräber mit Blumen und Pflanzen schmückt.

Das Grabmal, auf dem der Name des Verstorbenen in Stein gemeißelt ist, symbolisiert die Ewigkeit. Die Blumen und Pflanzen darum und davor sind die wichtigen Elemente, die einem Friedhof das Düstere und Beklemmende nehmen. Jeder weiß, der Umgang mit Blumen und Pflanzen tut der Seele gut. Selbst auf Gräbern, die ganz mit Granitplatten abgedeckt sind, findet man immer wieder liebevoll gebundene Blumensträuße oder bepflanzte Schalen. Es ist ein schöner Brauch und ein tröstendes Ritual, den Toten Blumen zu schenken oder auf dem Grab ein Licht anzuzünden.

Die Vielzahl der grün angelegten Gräber ergeben den parkartigen oder gartenähnlichen Charakter unserer heimischen Friedhöfe und macht sie so ökologisch wertvoll im städtischen Bereichen.

Wer sich bei der grünen Gestaltung einer Grabstätte unsicher fühlt, sollte sich vertrauensvoll an einen friedhofsgärtnerischen Betrieb wenden. Dort findet man den Fachmann, der sich bestens mit den örtlichen Gegebenheiten, Bodenverhältnissen und klimatischen Bedingungen auf dem Friedhof auskennt. Außerdem hält er im Allgemeinen auch eine reichhaltige Auswahl von Pflanzen und Blumen vor, die sich für eine Grabbepflanzung besonders gut eignen.

Wer selbst nicht gärtnern will oder kann, sollte die Arbeiten einem Friedhofsgärtner übertragen. In einem gemeinsamen persönlichen Gespräch am Grab werden passende Gestaltungsvorschläge und die Kosten hierfür ermittelt. Das kann für eine komplette Neugestaltung des Grabes sein oder nur für das neue Blumenbeet für den kommenden Herbst. Die Friedhofsgärtnereien übernehmen sowohl Einmalaufträge für die Herrichtung und Bepflanzung des Grabes als auch die Grabpflege rund ums Jahr. Gut organisierte Betriebe übernehmen sogar den Gieß- und Pflegedienst für die Sommermonate oder die Ferienzeit. (H.W.Möhle)



Die Bestattung

Autorin: Birgit Lambers
www.lambers-training.de

Die Bestattung des Verstorbenen nimmt bei den meisten Hinterbliebenen großen Raum ein. Vielleicht liegt auch bei Ihnen im Moment das Hauptaugenmerk auf der Bestattung, der Trauerfeier, dem „letzten Gang“ Ihres geliebten Menschen. Vieles muss bedacht, organisiert und an Freunde, Angehörige oder den Bestatter delegiert werden. Obwohl alles auf diesen Tag zielt, können Ihre Gefühle sehr gemischt sein. Angefangen bei dem Wunsch, die Beerdigung möge schon vorbei sein, bis hin zu einer lähmenden Furcht vor dieser Stunde – Angst davor, dass an diesem Tag das Unfassbare fassbar wird mit der Frage „Und dann…?“. Nehmen Sie sich die Zeit, über Ihre Furcht zu sprechen. Umgeben Sie sich mit anderen liebevollen Menschen, um sich gemeinsam an den Verstorbenen zu erinnern. Suchen Sie sich trotz aller Hektik Ruhezonen zum Weinen, Beten und Ausruhen.



Gesetzliche Grundlagen

In Deutschland besteht eine Bestattungspflicht, die in den einzelnen Bundesländern tendenzielle Unterschiede aufweist. Darüber hinaus gibt es Bestattungsfristen. In den meisten Bundesländern muss ein toter Mensch innerhalb von 96 Stunden (bestattungsfreie Tage nicht mitgerechnet) und darf nicht vor Ablauf von 48 Stunden nach Feststellung des Todes bestattet werden. In einigen Bundesländern beträgt die Bestattungsfrist bis zu sieben Tage. Über die genauen Vorschriften informiert Sie Ihr Bestatter vor Ort.

Der gesetzliche Bestattungs- und Friedhofszwang schreibt einen öffentlichen Bestattungsplatz vor. Somit ist es in Deutschland nicht erlaubt, eine Urne zu Hause aufzubewahren oder den Verstorbenen im eigenen Garten beizusetzen.

Die sogenannte „Todesfürsorge“ (das Recht, für die Bestattung zu sorgen, den Ort der Ruhestätte und über den Leichnam“ zu bestimmen) kann der verstorbene Mensch zu Lebzeiten auf jemand anderen, zum Beispiel die Lebenspartnerin oder einen Freund übertragen. Die Übertragung muss nicht schriftlich erfolgen, vielmehr genügt es, wenn der Wille des Verstorbenen aus den Umständen gefolgert werden kann. Der oder die „Totenfürsorgeberechtigte“ kann auch gegen den Willen der nächsten Angehörigen den Ort der letzten Ruhe und die Art der Bestattung bestimmen.

Ohne Übertragung der Totenfürsorge geht dieses Recht automatisch auf die nächsten Angehörigen über. Rheinland-Pfalz bildet eine Ausnahme – dort übernehmen die Erben die Totenfürsorge. In den meisten Bundesländern werden die Lebensgefährten in den Kreis der Bestimmungsberechtigten nur dann einbezogen, wenn sie mit der Totenfürsorge ausdrücklich beauftragt wurden. Andernfalls haben die Partner einer eheähnlichen Gemeinschaft kein Mitspracherecht.

Der oder die Totenfürsorgeberechtigte organisiert die Beerdigung, trägt zunächst die Kosten (soweit sie standesgemäß sind) und kann sie dann von den Erben zurückverlangen. Standesgemäß sind Beerdigungen, die dem sozialen Status des Verstorbenen, dem örtlichen Brauch, den Verhältnissen oder der Leistungsfähigkeit des Nachlasses und der Erben entsprechen.
Wenn es keine Angehörigen oder anderen Totenfürsorgeberechtigten gibt oder sie nicht rechtzeitig informiert werden können, leitet das Ordnungsamt die nötigen Schritte zur Bestattung ein.
 



Auswahl eines Bestattungsunternehmens

Zunächst sollten Sie in den Unterlagen suchen, ob der Verstorbene bereits zu Lebzeiten einen Bestattungsvorsorgevertrag abgeschlossen hat. Ist dies nicht der Fall, können folgende Informationen bei der Auswahl hilfreich sein:

  • Die Wahl des Bestatters ist eine Vertrauensfrage: Achten Sie darauf, dass Sie sich gut aufgehoben fühlen, dass er Ihre Wünsche ernst nimmt und sich für deren Realisierung einsetzt.
  • Wenn Sie zu einem Bestatter kein gutes Gefühl haben, warum auch immer, scheuen Sie nicht davor zurück, weiterzusuchen.
  • Gute Erfahrungen sprechen für sich: Fragen Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis nach Empfehlungen.
  • Ein guter Bestatter setzt Sie nicht unter Zeitdruck, sondern ermuntert Sie, alle Entscheidungen gut zu durchdenken.
  • Ein seriöser Bestatter versucht nicht, Ihnen ausschließlich die teuersten Leistungen zu verkaufen. Er setzt Ihre Bedürfnisse in den Vordergrund.
  • Das Preis-Leistungsverhältnis darf auch bei Bestattungen kein Tabu sein: die Preise der einzelnen Bestatter können sehr unterschiedlich sein – stellen Sie deshalb Preisvergleiche an.
  • Ein seriöser Bestatter ist bereit, einen Kostenvoranschlag zu erstellen. Das Angebot setzt sich aus drei Kostenblöcken zusammen:
  • eigene Leistungen und Lieferungen
  • Fremdleistungen (z. B. Todesanzeigen)
  • Friedhofs- und sonstige Gebühren
  • Lassen Sie sich den Bestattungsauftrag genau erklären und überlegen Sie bei jedem einzelnen Posten, ob Sie ihn annehmen oder ablehnen wollen.

Falls Sie begreiflicherweise im Moment damit überfordert sind, einen Bestatter zu suchen und die notwendigen Vorabinformationen einzuholen, ist es ratsam, jemanden anderen darum zu bitten. Ein Auftrag kann jedoch nur von Familienangehörigen (oder ansonsten per Vollmacht) erteilt werden.

In welchem Umfang ein Bestatter seinen Aufgaben nachkommt, hängt von Ihrem Auftrag ab. In den meisten Bundesländern sind Sie gesetzlich verpflichtet, ein Bestattungsunternehmen mit der Überführung zu beauftragen (zum Friedhof oder Krematorium etc.) – in jedem Fall können Sie die komplette Beerdigung und Trauerfeier selbst organisieren.

Zwar sind Bestatter Dienstleister rund um den Todesfall, das heißt, sie kümmern sich nicht nur um die Organisation der Trauerfeier und Beerdigung, sondern bieten auch an, Behördengänge zu übernehmen sowie Renten und Versicherungen zu beantragen, doch das „Selbsttun“ kann bei der Bewältigung eines Verlustes sehr hilfreich sein.
 



Beerdigung und Trauerfeier

Eine Beerdigung mit teurer Ausstattung sagt nichts darüber aus, was Ihnen der Verstorbene wert ist oder war. Versuchen Sie deshalb, sich nicht von den Erwartungen anderer Menschen beeinflussen zu lassen. Viel wichtiger sind Ihre Wünsche und das, was für den Verstorbenen angemessen ist. Was passt zu ihm oder ihr, und wie kann ich auf dem letzten Weg des toten Menschen dessen individuelle Persönlichkeit zum Ausdruck bringen?

Für die Sargauswahl bedeutet dies:

  • Passt dieser Eichensarg mit Messingbeschlägen zum Verstorbenen oder entspräche ihm oder ihr viel eher ein schlichter Kiefernsarg?
  • Möchte ich diesen Sarg vielleicht selbst gestalten? Mit Fotos oder Farbe?
  • Soll ich nicht anstatt eines teuren Blumengestecks lieber selbst Wildblumen oder ihre geliebten Rosen aus dem Garten pflücken und sie auf den Sarg legen?
  • Ist der mir so vertraute Mensch in Rüschen und Totenhemd richtig aufgehoben? Oder trug der Verstorbene auch im Leben gerne Anzüge bzw. bevorzugte er Jeans?
  • Möchte ich dabei helfen, den Toten zu Grabe zu tragen, oder möchte ich das Grab zuschaufeln?

Trotz Friedhofsverordnungen und Gesetzen ist vieles möglich. Das Engagement Ihres Bestatters kann für die Umsetzung Ihrer Ideen entscheidend sein.

Jeder tote Mensch wird beerdigt, aber nicht an jeder Beerdigung nehmen auch die Angehörigen teil. Zum Beispiel finden anonyme Bestattungen oder Seebestattungen meist ohne Geleit statt. Auch wird nicht jeder Verstorbene mit einer Trauerfeier aus dem Erdenleben verabschiedet. Grundsätzlich sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie auf das Abschiedsritual der Beerdigung und auf eine Trauerfeier verzichten wollen. Neben der Ehrerbietung und dem Respekt, der dem oder der Verstorbenen noch einmal gezollt wird, helfen Abschiedsrituale den Hinterbliebenen, das Unfassbare fassbar zu machen und sich in der Gemeinschaft mit anderen Trauernden unterstützt und angenommen zu fühlen.
 



Konfessionelle Bestattung

Gläubige Verstorbene sollten auf jeden Fall nach den Ritualen Ihrer Konfession bestattet werden. Selbst wenn die Angehörigen keiner Religion angehören oder sich zu anderen Glaubensrichtungen bekennen, sollte der Wunsch des Verstorbenen Priorität haben.

Bei einem konfessionellen Begräbnis können Sie sich an den Geistlichen wenden, in dessen Bezirk der oder die Verstorbene gelebt hat. Mit dem Geistlichen setzen Sie dann den Termin für die Trauerfeier und die Beerdigung fest. Anschließend muss noch eine Abstimmung mit der zuständigen Friedhofsverwaltung erfolgen. Diese manchmal äußerst komplizierten Terminabsprachen können Sie auch an Ihren Bestatter delegieren. Über die genauen Bedingungen zu einem kirchlichen Begräbnis sollten Sie mit dem zuständigen Geistlichen sprechen. Ob und wen ein Geistlicher beerdigt, liegt bis zu einem gewissen Grade in seinem eigenen Ermessen. Jedem Getauften steht ein christliches Begräbnis zu, aber wenn der oder die Verstorbene zum Beispiel aus der Kirche ausgetreten ist, kann der Geistliche die Beerdigung verweigern. Darüber hinaus hat der Geistliche eine Art „Hausrecht“, das heißt, Reden oder musikalische Darbietungen am Grab bedürfen seiner Zustimmung bzw. der schriftlichen Genehmigung des Kirchenvorstandes.

Während bei einer konfessionellen Verabschiedung der Inhalt und die Abläufe mit dem Geistlichen abgestimmt werden, können Sie die Organisation einer Beerdigung und Trauerfeier ohne kirchlichen Beistand anderen nahe stehenden Menschen, Ihrem Bestatter oder einem Trauerredner übergeben.
 



Wo soll die Bestattung stattfinden?

Die nicht konfessionelle Beerdigung kann auf kommunalen, privaten oder je nach Gegebenheiten auch auf konfessionellen Friedhöfen stattfinden. Auf einem kommunalen Friedhof sind Laienreden grundsätzlich zugelassen.

Die Trauerfeier kann unabhängig von der Religion an verschiedenen Orten abgehalten werden: zum Beispiel zuhause, am Grab, beim Bestatter oder in der Feierhalle vom Friedhof/Krematorium. Sie haben auch die Möglichkeit, einen Ort zu wählen, der dem verstorbenen Menschen besonders wichtig war. So fand zum Beispiel die Trauerfeier für eine Verstorbene im Palmengarten eines botanischen Gartens statt. Die Wahl ungewöhnlicher Orte für eine Trauerfeier erfordert nicht zwangsläufig mehr Organisation, da die Verantwortlichen teilweise gerne bereit sind, Sie bei der Realisierung Ihrer Idee zu unterstützen.

Für eine Trauerfeier ist es notwendig:

  • mit dem Friedhofsbüro, Ihrem Bestatter und (falls gewünscht) einem Trauerredner einen Termin für die Beisetzung abzustimmen.
  • einen Feierraum zu reservieren, dessen Nutzung oft mit Kosten verbunden ist.


Empfehlungen und Links

Über die Autorin:

Frau Birgit Lambers bietet Trauerberatung, Trauerbegleitung, Seminare und Vorträge für:
Friedhofsverwaltungen, Bestatter, Erzieherinnen, Altenpflege- und Behinderteneinrichtungen, Hebammen und Krankenhäuser.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.lambers-training.de



Wie soll die Bestattung stattfinden?

Entscheidend für die Beantwortung dieser Frage ist, was dem oder der Verstorbenen und was Ihnen als Hinterbliebene/r besonders am Herzen liegt. Hörte sie oder er besonders gern Musik, so können Sie per CD oder live ein kleines Konzert organisieren. Lieben Sie selbst bestimmte Texte oder Gedichte, die Sie vorlesen möchten? Sang der verstorbene Mensch gern, so können Sie ihm oder ihr zum Abschied ein Ständchen bringen. Vielleicht möchten Sie auch über Ihren geliebten Menschen eine Rede halten und die anderen Trauergäste bitten, ebenfalls einige Worte zu sagen.

Haben Sie trotz nichtkonfessioneller Bestattung das Bedürfnis nach ähnlichen Ritualen wie bei einem christlichen Begräbnis, können Sie sich an einen Trauerredner wenden. Unter den Trauerrednern sind einige christlicher Herkunft, so dass auf Ihren Wunsch hin beispielsweise Gebete gesprochen werden können.

Auch wenn die Organisation einer nichtkonfessionellen Trauerfeier zunächst mühsamer erscheint, so lässt Ihnen diese Form die freie Wahl der Inhalte und damit die Möglichkeit, eine ganz individuelle Abschiedszeremonie mit eigenen Ritualen zu gestalten.
 



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Kai Sender
Sozialarbeiter
Bremen
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